Ein Tag im „Village“: Auf den Spuren der Village People in New York City
Wer an die Village People denkt, hat sofort den Party-Hit „Y.M.C.A.“ im Ohr, sieht tanzende Cowboys, Polizisten und Bauarbeiter vor sich und spürt diese unbändige Energie der Disco-Ära. Doch woher hatte die Band eigentlich ihren Namen? Die Antwort führt uns mitten hinein in eines der charmantesten, geschichtsträchtigsten und lebendigsten Viertel von New York City: Greenwich Village – von den New Yorkern liebevoll einfach nur „The Village“ genannt.
Kommt mit auf eine Reise abseits der typischen Wolkenkratzer-Hektik, hinein in ein Viertel, das sich wie eine europäische Kleinstadt mitten in Manhattan anfühlt.
Das Herz des Viertels: Der Washington Square Park
Unser perfekter Tag im Village startet am Washington Square Park. Schon beim Durchschreiten des monumentalen Marmorbogens merkt man: Hier ticken die Uhren anders. Keine gelben Taxis, die hupend an einem vorbeirasen, sondern das Klackern von Schachfiguren an den fest installierten Steintischen, Straßenkünstler, die am Flügel unter freiem Himmel spielen, und Studenten der New York University, die auf den Wiesen die Sonne genießen. Es ist genau diese kreative, unangepasste Bohème-Atmosphäre, die in den 70er-Jahren auch die Village People inspirierte.
Architektur zum Verlieben: Backstein und Tree-Lined Streets
Vergesst für ein paar Stunden eure Navigations-App und lasst euch einfach treiben. Im Gegensatz zum strengen, schachbrettartigen Straßennetz Manhattans sind die Straßen im Village herrlich verwirrend, krumm und von alten Bäumen gesäumt. Hier reiht sich ein historisches Brownstone-Backsteinhaus an das nächste, geschmückt mit den typischen gusseisernen Feuertreppen.
- Fototipp: Schaut unbedingt in der Gay Street oder am St. Luke’s Place vorbei – hier erlebt ihr das New-York-Gefühl aus alten Filmklassikern hautnah.
Kulinarik & Musikgeschichte an jeder Ecke
Das Village war schon immer ein Zufluchtsort für Freigeister. In den 60ern startete Bob Dylan hier in den verrauchten Folk-Cafés seine Karriere, in den 70ern formierte sich die Gay-Szenen-Kultur, die die Village People weltberühmt machten. Zwei absolute Institutionen solltet ihr auf eurer Reise nicht verpassen:
- Caffe Reggio: Seit 1927 wird hier Kaffee serviert. Im Inneren steht die angeblich älteste Espresso-Maschine New Yorks. Ein perfekter Ort für einen original New York Cheesecake.
- Blue Note Jazz Club: Wenn der Abend hereinbricht, zieht es Musikfans in diesen weltberühmten Club. Hier stehen fast täglich internationale Jazz-Größen auf der Bühne. Die Atmosphäre ist und bleibt intim, laut und absolut authentisch.
Der alternative Badetipp: Fire Island
Habt ihr nach ein paar Tagen Großstadt Lust auf Sand unter den Füßen? Die Village People haben der Urlaubsinsel Fire Island sogar einen eigenen Song gewidmet. Die schmale, komplett autofreie Insel liegt vor Long Island und ist von Manhattan aus in gut zwei Stunden mit dem Zug und der Fähre erreichbar. Hier erwarten euch endlose Holzstege durch die Dünen, traumhafte Atlantikstrände und eine herrlich entspannte, tolerante Urlaubs-Community.